Z E R R E A L I S M U S
eine surrealistisch – fotografische Weltsicht
Es war schon immer meine Lust zu reisen. Und mit den Reisen kam der Wunsch, das Gesehene festzuhalten; es immer wieder sehen und sich Momente und die Schonheiten dieser Welt immer wieder in Erinnerung rufen zu konnen.
So kam ich zur Fotografie.
Jeder Fotograf hat eine eigene Art das, was er sieht im Bild zu verewigen. Hierbei spielen verschiedene Einflüsse eine Rolle. Im meinem Fall waren das meine Ausbildung, ich bin Geologe, und meine Begeisterung fur den Surrealismus in der Malerei. So bildete sich eine Sichtweise dieser Welt heraus, die zwar individuell, für mich aber noch nicht zufriedenstellend war. Ich konnte fotografisch noch nicht das darstellen was ich fühlte und in meinem Inneren sehen konnte.
Der bloße Kommentar eines Freundes 'Mach doch mal Kunst...' brachte mich dann auf die Idee mit einem neuartigen, von mir erstmals verwendeten (so weit ich das beurteilen kann) Verfahren die realistische Welt mit dem Surrealismus zu verbinden.
Ich tauchte also ein, in die Dimension des Zerrealismus.
Der Übergang vom Realismus zum Zerrealismus ist eine relativ simple Sache. Hat man erst einmal ein Dimensionsloch gefunden, so begibt man sich hinein und durchläuft zunächst eine Phase der Metamorphose. Leider kann ich nicht berichten, wie man nach dieser Metamorphose selbst aussieht, da es in der Dimension des Zerrealismus keine Spiegel gibt. Es lohnt sich aber, schon wahrend der Metamorphose im Bereich des Dimensionsübergangs die Kamera immer griffbereit zu haben, denn ab und zu finden sich hier durchaus sehenswerte prä- und postmetamorphe Strukturen, die allein schon ein paar gute Aufnahmen wert sind.
Nach dem Übertritt in die Dimension des Zerrealismus fühlt man sich eigentlich auch nicht anders als in unserem Realismus. Im Grunde ist die Dimension des Zerrealismus nichts weiter als ein Spiegel unserer Welt, nur eben verzerrt (was das Wechseln der Filme oder Chipkarten nicht gerade vereinfacht) ung gleichzeitig gespiegelt, dabei begeistern allerdings die für uns ungewohnten Farb- und Formerlebnisse.
Die Bewohner dieser Dimension, die Zerrealisten sind in der Regel sehr freundlich. In Acht nehmen muss man sich allerdings vor heimtückischen Dimensionsverschiebern, die stets versucht sind, desorientierte Reisende in irgendeine Nachbardimension zu schubsen.
Die Bilder dieser Webside und meiner Ausstellungen erzählen die Abenteuer, die ich auf mehreren Reisen in die Dimension des Zerrealismus erlebt habe.
Viel Spaß damit.
Kai Clemens
Der Fotograf in der Dimension des Zerrealismus